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Zugunglück von London Deutscher unter den Opfern

Zu den sieben Todesopfern des Bahnunglücks von Potters Bar in Großbritannien gehört auch ein Deutscher. Wie die Polizei der Grafschaft Hertfordshire am Sonntag mitteilte, war der 25 Jahre alte Student an der Universität Cambridge eingeschrieben. Sein Wohnort wurde lediglich mit East Sussex, einer Grafschaft in Südostengland angegeben.

Der Personenzug mit 151 Passagieren war am Freitagmittag aus London kommend bei Potters Bar entgleist. Sein nächster Halt war Cambridge (Ostengland). Nach Polizeiangaben vom Sonntag kämpfen noch drei der Schwerverletzten in Krankenhäusern um ihr Leben. Insgesamt wurden bei dem Unglück mehr als 70 Menschen verletzt.

Als Ursache ermittelten Experten einen Defekt der Weichen. Dies gab der Chef der Betreibergesellschaft Railtrack, John Armitt, am Samstagabend in London bekannt. Das Ergebnis der Untersuchungen sei "eindeutig", sagte Armitt. Die Weiche vor dem Bahnhof von Potters Bar habe sich bewegt, als der Personenzug darüberfuhr. Schraubenmuttern an der Anlage hätten sich gelockert. "Die Frage ist jetzt, warum sie sich gelöst hatten", sagte der Chef der privaten Railtrack.

Es war bereits das sechste tödliche Eisenbahnunglück in Großbritannien binnen fünf Jahren. Bei den fünf vorherigen Unfällen waren insgesamt 65 Menschen ums Leben gekommen. Die britische Presse übte am Samstag scharfe Kritik an den Eisenbahngesellschaften und warf ihnen vor, die Sicherheit ihrer Fahrgäste zu missachten. Dieser Unfall hätte einfach nicht passieren dürfen, hieß es.

Quelle: ntv.de

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