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Sex-Missbrauch in Kambodscha Deutscher verhaftet

Unter dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern sind in Kambodscha ein 61-jähriger Deutscher sowie ein 54 Jahre alter Japaner verhaftet und angeklagt worden.

Die beiden seien während eine Razzia in einem berüchtigten Bordellviertel der Hauptstadt Phnom Penh festgenommen worden, teilte ein Behördensprecher mit. Der Mann aus Hagen sei überführt worden, als er mit zwei 12 und 14 Jahre alten Mädchen zusammen war. Der Japaner habe mit einer 14-Jährigen im Bett gelegen. Er soll zudem Videoaufnahmen gemacht haben. Den Männern drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Die beiden seien seit geraumer Zeit unter Beobachtung gewesen, sagte Keo Thea von der Behörde zum Schutze Minderjähriger in Phnom Penh: "Der Japaner und der Deutsche wurden im selben Haus, aber in verschiedenen Zimmern festgenommen." Bei dem Japaner seien zwei Videokameras und zwei Videokassetten sichergestellt worden, auf denen Sex-Aufnahmen mit Minderjährigen festgehalten seien.

Neben den beiden Männern wurden die Besitzer des Bordells festgenommen und der Förderung der Prostitution angeklagt. Zugleich gaben die Behörden acht Vietnamesinnen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die in dem Haus vermutlich zum Sex gegen Bezahlung gezwungen worden waren, in die Obhut einer örtlichen Hilfsorganisation.

Kambodscha hat sich in den vergangenen Jahren wegen laxer Gesetze und mangelnder Strafverfolgung den Ruf erworben, bevorzugtes Ziel von Sex-Touristen und Pädophilen zu sein. Nach Aussage von westlichen Diplomaten in Phnom Penh werden ertappte Verdächtige zwar vor Gericht gestellt. Nicht selten allerdings würden Anklagen wegen der allfälligen Korruption schließlich fallen gelassen.

Quelle: ntv.de