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Todesstrafe in den USA Deutschland begehrt auf

Deutschland will die in den USA zum Tode verurteilten Brüder Michael und Rudi Apelt vor der Hinrichtung bewahren. Der deutsche Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, ist aus diesem Grunde nach Arizona gereist.

"Ich will deutlich machen, dass mein Land die Todesstrafe grundsätzlich ablehnt,... weil sie nicht mit der Würde des Menschen vereinbar ist", sagte Ischinger vor US-Journalisten. Er sei allerdings gekommen, um den Brüdern zu helfen, nicht um das amerikanische Rechtssystem zu kritisieren, fügte Ischinger hinzu. Die Apelt-Brüder sind deutsche Staatsbürger.

Der Botschafter war am Montag und Dienstag in Arizona mit den Anwälten der Brüder und dem Direktor des Staatsgefängnisses von Florence zusammengetroffen. Eine geplante Anhörung zur Zurechnungsfähigkeit von Rudi Apelt, zu der Ischinger angereist war, wurde überraschend verschoben. Ischinger sagte, er erwäge ein Gnadengesuch an die Gouverneurin von Arizona, Janet Napolitano, für den Fall, dass alle anderen Bemühungen scheiterten.

Michael Apelt (41) und sein drei Jahre älterer Bruder Rudi sitzen seit mehr als 14 Jahren im Gefängnis. Ihnen wird angelastet, die Frau von Michael Apelt im Dezember 1988 kurz nach der Heirat aus Habgier ermordet zu haben. Rudi Apelt war von deutschen Sachverständigen als geistig behindert und damit schuldunfähig eingestuft worden. Bei ihm waren Hirnschäden diagnostiziert worden.

Unterdessen ist im US-Staat Missouri ein Doppelmörder hingerichtet worden. Der 41-jährige Jay Clayton Smith hatte freiwillig auf Berufungsanträge verzichtet und erklärt, er verdiene wegen der von ihm begangenen Verbrechen den Tod. Smith hatte seine Exfreundin und deren Stiefvater erstochen, nachdem sich die junge Frau von ihm getrennt hatte.

Quelle: ntv.de

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