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Clinton contra Bush Die UN respektieren

Bill Clinton geht auf Distanz zum amtierenden Präsidenten George W. Bush. Gegenüber früheren Statements, in denen der Ex-Präsident den harten Konfrontationskurs gegen den Irak uneingeschränkt unterstützt hatte, plädiert er nun für mehr Zeit für weitere Inspektionen, um im Gegenzug die Unterstützung des UN-Sicherheitsrates zu erhalten.

Auf einer Gewerkschaftsveranstaltung in Washington lobte Clinton zunächst den britischen Premier Tony Blair und unterstütze dessen Forderungskatalog an Saddam Hussein. Außerdem solle Chef-Inspekteur Blix einen Zeitplan für die weitere Zusammenarbeit festlegen. "Dann hoffe ich, dass die USA diesem Zeitraum zustimmen, egal wie groß er ist", sagte Clinton einem Bericht der "Washington Post" zufolge.

In der Demokratischen Partei, die in der Irak-Frage zerstritten ist, bleibt der Ex-Präsident einer der mächtigsten und einflussreichsten Redner. In der Partei hat er sich auf die Seite der Falken gestellt und auch der Absicht, den Irak zu entwaffnen, zugestimmt. Trotzdem fordert Clinton eine "geschicktere Diplomatie".

Nicht das erste Mal sprach Clinton über die vielfältigen Folgen des Einsatzes der USA im Irak. Im Gegensatz zu vielen, die fest mit der singulären Rolle der USA als alleiniger Supermacht rechnen, erwartet er einen Machtverlust. In der Mitte des Jahrhunderts werden die USA nicht mehr die wirtschaftliche Führungsmacht sein - gemessen an den Wachstumsraten einiger Entwicklungsländer. "Und dann werden wir beurteilt werden, wie wir uns jetzt verhalten haben, in diesem Moment."

Quelle: ntv.de