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Außenminister geben nicht auf Diplomatie geht weiter

Die Außenminister Frankreichs, Russlands und Deutschlands wollen ungeachtet des Abzugs der Waffeninspekteure aus dem Irak am Mittwoch nach New York kommen und an einer Sitzung über das Arbeitsprogramm von UN-Chefinspekteur teilnehmen.

Das kündigten der französische UN-Botschafter Jean-Marc de La Sablire und der Deutschlands Botschafter Gunter Pleuger am Montag nach einer Krisensitzung des Sicherheitsrates an. Pleuger sagte, die Gegner eines Irak-Krieges wollten jede noch verbliebene Chance für eine friedliche Lösung des Konfliktes nutzen.

Blix hatte seinen Arbeitsplan für die nächsten drei Monate ursprünglich noch am späten Montag vorlegen wollen. An dem Plan, der eine Reihe von "noch zu erfüllenden Schlüssel-Aufgaben der Abrüstung " für den Irak benennt, war am Wochenende noch gearbeitet worden. Der Sicherheitsrat will sich nach der neuesten Planung am Mittwoch nach 16.30 Uhr MEZ damit beschäftigen.

Unmittelbar zuvor hatte UN-Generalsekretär Kofi Annan den Sicherheitsrat darüber informiert, dass er die Rückkehr der UN-Waffeninspekteure aus dem Irak angeordnet habe. Annan erklärte vor Journalisten, die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Irak-Konfliktes seien offensichtlich gescheitert. "Ich glaube, dass das Ende des Weges erreicht ist". Er sei "sehr enttäuscht", sagte Annan.

Der amerikanische UN-Botschafter John Negroponte erklärte, dass mehrere ältere Irak-Resolutionen, darunter Resolution 678 von 1991, seinem Land "genügend Ermächtigung" für eine gewaltsame Entwaffnung des Irak geben. "Ich denke, wir werden eine Anzahl von Ländern finden, die darin mit uns übereinstimmen", sagte Negroponte.

Quelle: ntv.de