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Tantiemenstreit Drews siegt gegen Hausfrau

Im Tantiemenstreit zwischen einer Hausfrau und dem Schlägersänger Jürgen Drews ("Ein Bett im Kornfeld") hat das Landgericht Bielefeld die Klage der Frau abgewiesen. Sie habe nicht zweifelsfrei nachweisen können, Autorin des Liedes "Irgendwann, irgendwo, irgendwie sehen wir uns wieder" gewesen zu sein. Zeugenaussagen hätten sich komplett widersprochen, hieß es in der Urteilsbegründung des Gerichtes. Von den Beteiligten war niemand vor Gericht erschienen.

Die 51 Jahre alte Frau aus Herne hatte angegeben, Drews 1986 gegen eine Quittung drei Liedtexte gegeben zu haben, darunter auch das Lied, mit dem Drews 1989 sein Comeback in den Hitparaden gelungen sei. Der 55-jährige Sänger hatte diese Behauptung stets bestritten und erklärt, das Lied stamme aus der Feder des Komponisten Jean-Pierre Valance. Eine Schwester der Klägerin stützte deren Version, der Komponist - mit bürgerlichem Namen Jürgen Dönges - reklamierte das Werk dagegen für sich.

Auf ein Schriftgutachten, das die Echtheit der Quittung bestätigen sollte, verzichtete das Gericht. Selbst wenn die Liedanfänge von der Klägerin stammten, beweise das nicht, dass sie auch die übrigen Strophen geschrieben habe. Allein die drei Worte "irgendwann, irgendwo, irgendwie" seien nicht urheberrechtsfähig, weil sie in vielen anderen Liedern ebenfalls vorkämen, urteilte das Gericht und zitierte aus Songtexten der Sängerinnen Nicole und Nena. Die Klägerin kann binnen eines Monats Berufung zum Oberlandesgericht Hamm einlegen.

Quelle: ntv.de