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Winonas Gerichts-Soap Drogen waren Schmerzmittel

Kleiner Erfolg für US-Schauspielerin Winona Ryder: Kurz vor Beginn ihres Prozesses will die Staatsanwaltschaft den Vorwurf des Drogenbesitzes fallen lassen. Das Büro des Staatsanwalts erklärte in Los Angeles, Ryders Verteidiger hätten Beweise vorgelegt, nach denen die Schauspielerin die gefundenen Schmerzmittel offenbar aus gutem Grund bei sich gehabt habe.

Wie es hieß, sollen die Verteidiger Beweise dafür vorgelegt haben, dass Ryder die Tabletten von einem Arzt erhalten hatte. Ryders Anwalt Mark Geragos zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. Am kommenden Dienstag wird die 30-Jährige wegen Diebstahls vor Gericht stehen, das Urteil wird am selben Tag erwartet.

Ryder war im Dezember 2001 in einer Nobelboutique in Beverly Hills festgenommen worden. Dem Filmstar wird vorgeworfen, dort Kleidung im Wert von umgerechnet etwa 5.500 Euro gestohlen zu haben. Eine Detektivin des Edelkaufhauses Saks Fifth Avenue will die Schauspielerin dabei beobachtet haben, wie diese in einer Umkleidekabine die Etiketten und Diebstahlsicherungen von unbezahlter Ware entfernte und sie in ihre Tasche steckte. Außerdem wird der 30-Jährigen Vandalismus angelastet. Der Besitz verschreibungspflichtiger Medikamente scheint vom Tisch.

Seit Dezember befindet sich die oft mit Audrey Hepburn verglichene Ryder gegen Kaution von 20.000 Dollar auf freiem Fuß. Im Falle einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren und acht Monaten.

Immer wieder verzögert

Ryder plädierte im Juni vor Gericht auf "nicht schuldig". Doch Richter Elden Fox sieht "ausreichende Gründe für die Annahme, dass die US-Schauspielerin schuldig ist und sich zu den Vorwürfen äußern muss". Vor einem Monat hatte Ryder dann versucht, den Staatsanwalt ersetzen zu lassen, der sie angeblich nicht fair behandelt. Der Richter in Beverly Hills lehnte jedoch einen entsprechenden Einspruch ihres Verteidigers ab.

Quelle: ntv.de