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Spiele, Infos und mehr E-Plus will mobiles Internet verkaufen

UMTS ist noch nicht da, aber E-plus versucht es schon mit dem mobilen Internet. I-mode, in Japan schon bei über 30 Millionen Nutzern ein großer Erfolg soll ab dem 16. März auch in Deutschland eingeführt werden. Über sein spezielles Handset ausgerüstet mit einem Farbbildschirm können Spiele, Informationen, Bilder und E-mails angesehen und ausgetauscht werden. Ab 8. März können Interessierte die Geräte in speziellen Geschäften testen.

E-Plus verspricht sich davon zwar bis Ende des Jahres nur etwa eine Million Nutzer. In der Les-Art des E-plus-Management handelt es sich aber dabei um so etwas wie einen technischen Urknall. Der Wechsel auf i-mode sei für die Branche ebenso revolutionär wie die Einführung des Farbfernsehens für die TV-Anstalten, lässt sich E-Plus-Chef Uwe Bergheim zitieren.

Der Trick im mobilen Internet, man zahlt eine relativ geringe monatliche Grundgebühr von zurzeit drei Euro für sechs Monate und kann je nach Gusto verschiedene Dienste abonnieren. Im Augenblick gibt es eine Auswahl von rund 60 Diensten. Für die muss der Nutzer dann jeweils extra Gebühren entrichten. Zusätzlich kommen noch Übertragungsgebühren von E-plus dazu.

Mobilfunkvertrag muss sein

Doch ohne einen E-Plus-Mobilfunkvertrags mit 24-monatiger Mindestvertragslaufzeit und einmaligem Anschlusspreis von rund 25 Euro, läuft gar nichts. Zwischen verschiedenen Telefon-Modellen kann der Nutzer bisher auch noch nicht wählen. Derzeit bietet nur der japanische Konzern NEC i-mode-fähige Geräte an.

Allen Stolpersteinen zum Trotz, E-Plus geht den richtigen Weg. Mobiltelefone stellen eine bessere Abrechnungsplattform dar als PCs. Im Jahr 2001 wendeten die Europäer 590 Mio. Euro für Dienste über Mobiltelefon auf, wie etwa für das Herunterladen von Klingeltönen oder Logos oder für das Abrufen von Sportergebnissen oder Aktienkursen. Diese Summe ist fast doppelt so hoch, wie die 252 Mio. Euro, die hier über den PC erzielt werden konnten.

Nutzer werden für Inhalte zahlen

Bis zum Jahr 2006 werden Verbraucher nach Einschätzungen des britischen Marktforschungsinstituts Jupiter MMXI 3,3 Mrd. Euro für Zusatzdienste auf ihr Handys ausgeben im Gegensatz zu 1,7 Mrd. Euro, die über kostenpflichtige Inhalte per Internet/PC in die Kassen fließen werden.

Ob es aber mit i-mode oder mit UMTS gelingt diesen Markt zu erschließen, dazu gibt es derzeit nur eine Prognose der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Demnach soll die Zahl der I-Mode-Nutzer in Westeueropa bis 2006 auf 31,4 Millionen steigen. Damit wären über 65 Prozent der Nutzer in Europa über mobile Dienste wie WAP oder i-mode zu erreichen. Zurzeit nutzen nur etwa zehn Prozent der Mobilfunkkunden europaweit mobile Internet-Dienste.

Quelle: ntv.de

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