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Folgen der abkühlenden Weltkonjunktur EU schraubt deutsche Wachstumserwartungen zurück

Nicht nur der Internationale Währungsfond, sondern auch die Europäische Kommission sieht eine sich abkühlende deutsche Wirtschaft. Wegen der verlangsamten Weltkonjunktur revidierte die EU-Kommission ihre Wachstumsprognose für Deutschland nach unten.

So rechnet die Behörde nun nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,25 Prozent im laufenden Jahr und gut 2,5 Prozent im nächsten Jahr. In der Herbstprognose waren die Konjunkturforscher für 2001 und 2002 noch von einem Wachstum von jeweils 2,8 Prozent ausgegangen.

Die EU-Kommission verwies in ihrer Prognose vor allem auf das zurückgehende Wachstum der Exporte auf Grund der sich abschwächenden Weltkonjunktur. Diese Effekte könnten aber teilweise durch eine stärkere Inlandsnachfrage aufgefangen werden, beruhigte die Behörde. Weitere Impulse könnten vom Abbau der Arbeitslosigkeit und der Umsetzung der dritten Stufe der Steuerrreform ausgehen.

Der Internationale Währungsfond hatte zuvor die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft von 3,3 Prozent auf 1,9 Prozent revidiert. Im letzten Jahr war die deutsche Wirtschaft um drei Prozent gewachsen.

Quelle: ntv.de