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Streit zwischen Iran und USA Einflussnahme auf Schiiten

Der Ton zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat sich erneut verschärft. Die USA warnten die islamische Republik vor einer Einmischung in die Angelegenheiten des Nachbarlandes Irak. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, verwies in diesem Zusammenhang auf Berichte, wonach iranische Agenten versuchten, die Schiiten im Süden des Iraks zu beeinflussen.

Teheran wies die Warnung der USA zurück. Es sei absurd, dass die USA sein Land beschuldigten, sich in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzumischen, in den sie selbst gerade einmarschiert seien, sagte Irans Außenminister Kamal Charrasi.

Präsident Mohammed Chatami zweifelte an, ob der von den USA eingesetzte Irak-Verwalter Jay Garner erfolgreich sein wird. Chatami habe in Frage gestellt, ob eine von den USA eingesetzte Interimsverwaltung den notwendigen Rückhalt in der Bevölkerung haben werde, hieß es aus dem Umfeld des französischen Außenministers Dominique de Villepin nach einem Treffen in Teheran.

Charrasi und sein französischer Amtskollege hatten sich zuvor bei einem Treffen für eine bedeutende Rolle der Vereinten Nationen bei der politischen Neuordnung im Nachkriegs-Irak ausgesprochen.

Quelle: ntv.de