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Lufthansa und Swiss Einstieg über Aktientausch?

Die seit Wochen andauernden Spekulationen um einen Einstieg der Lufthansa bei der angeschlagenen Schweizer Fluggesellschaft Swiss erhalten neue Nahrung. Einem Bericht der Zeitung "Le Matin" unter Berufung auf Swiss-Chef Andre Dose zufolge sei die Kranich-Linie bereit, sich an ihrem Konkurrenten Swiss über einen Aktientausch zu beteiligen.

Demnach soll die Lufthansa die Option haben, maximal 49,9 Prozent an der Swiss zu übernehmen. Um den Einstieg sowohl den Lufthansa-Aktionären als auch den Schweizern Politikern schmackhafter zu machen, werde der Anteil wohl niedriger ausfallen. Bereits Anfang August könne das Geschäft besiegelt werden. Den Plänen zufolge werde die Swiss ihre 18 Großraumflugzeuge behalten, die Flotte würde aber künftig von Frankfurt und nicht mehr von Zürich aus gemanagt.

Als Teil der Vereinbarung wird der Zeitung zufolge die Deutsche Bank der defizitären Swiss umgerechnet 324 Mio. Euro zur Verfügung stellen, um der Fluggesellschaft das Überleben über das laufende Jahr hinaus zu sichern. Ein Sprecher der Schweizer Fluggesellschaft wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch die Lufthansa und die Deutsche Bank wollten sich zu dem Thema nicht äußern.

Erst Mitte Juli hatte Lufthansa-Sprecher Klaus Walther Medienberichte über einen Einstieg bei der Swiss mit den Worten zurückgewiesen: "Es gibt definitiv kein Angebot". Spekulationen über mögliche Kooperationen wollte er damals indes nicht kommentieren.

Quelle: ntv.de