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Hintergrund El Kaida

Die islamisch-fundamentalistische Terrororganisation El Kaida wurde um 1989 von Osama bin Laden in Afghanistan gegründet. Sie ist seit den Anschlägen vom 11. September 2001 Hauptziel des von den USA geführten Feldzugs gegen den Terror.

El Kaida, zu Deutsch: "Die Basis", gilt als eine Art Netzwerk, dem Terrorgruppen in zahlreichen islamischen Ländern sowie so genannte Schläferzellen in westlichen Staaten angehören. Nach früheren Schätzungen westlicher Geheimdienste gehörten zu der Gruppe und ihren Schwesterorganisationen zeitweilig bis zu 5.000 Mitglieder.

Sie unterhielten Ausbildungslager in Afghanistan und anderen islamischen Ländern. Arabische Terrorexperten gehen davon aus, dass der US-Krieg in Afghanistan und die Irak-Invasion dem Terrornetzwerk neue Sympathisanten und Mitglieder beschert hat.

Gründungsmitglieder der El Kaida waren vor allem "arabische Afghanen". Das sind moslemische Kämpfer aus dem Nahen Osten, die den Mudschahedin (Gotteskriegern) in Afghanistan in den 80er Jahren bei ihrem Kampf gegen die sowjetische Besatzungsmacht geholfen hatten.

Terror-Aktivitäten von El Kaida begannen nach Erkenntnissen der US-Geheimdienste etwa 1992. Sie richteten sich zunächst gegen Streitkräfte der Amerikaner in Saudi-Arabien, Somalia und im Jemen. Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Nairobi (Kenia) und Daressalam (Tansania) kosteten 1998 vielen Menschen das Leben.

Höhepunkt der Aktionen waren die Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001. Seit diesen Anschlägen mit etwa 3.000 Toten hat sich Bin Laden mehr als ein Dutzend Mal auf Ton- und Videobändern zu Wort gemeldet.

Quelle: n-tv.de

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