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Musiker, die Politiker spielen Eric Clapton kritisiert Live 8

Musiker Eric Clapton (60) hält nicht viel von Polit-Konzerten wie "Live 8" und hegt "gemischte Gefühle" gegenüber den Initiatoren Bono und Bob Geldof. "Ich frage mich, ob Musiker sich wie Politiker aufführen sollten", sagte der Gitarrist in einem Interview mit dem Magazin "Stern".

"Sie sind doch nur Musiker, woher nehmen sie die Autorität, solche Reden zu halten?" Er kritisierte, dass Bono einen Großteil seiner Zeit damit verbringe, "Weltpolitiker zurechtzuweisen". An Geldof missfällt "Mister Slowhand", dass er den kanadischen Premier aufgefordert habe, nicht zum Konzert zu kommen, wenn seine Regierung nicht das umsetze, was er wolle. "Wie kommt der dazu?", meinte Clapton.

Dem 60-Jährigen ist auch der Rummel zuwider, den er etwa im Umfeld der Rolling Stones wahrnimmt. Als die Stones ihn vor vielen Jahren als Ersatz für den verstorbenen Brian Jones verpflichten wollten, habe er daran kein Interesse gehabt, weil er die Zustände "erschreckend" fand. "Es war zu viel Macht und Wahnsinn im Spiel. Die Entourage, der Apparat der Rolling Stones, zum Beispiel: Die bezahlten Menschen dafür, dass sie die Aschenbecher leeren. Unvorstellbar."

Quelle: ntv.de