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15 Jahre später Erster Spatenstich für BBI

Nach fast 15 Jahren Planung und Streit vor Gerichten wird der Bau des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) jetzt Wirklichkeit. Mit dem ersten Spatenstich gaben die Länderchefs Klaus Wowereit und Matthias Platzeck sowie Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (alle SPD) am Dienstag das Startsignal.

Die drei Politiker unterzeichneten bei der Veranstaltung zum Baubeginn mit Bahnchef Hartmut Mehdorn und Flughafen-Geschäftsführer Rainer Schwarz auch die Verträge für die Schienenanbindung und den Bahnhof des künftigen Airports.

Tiefensee sprach von einem großen Tag für den Ostteil unseres Landes. Der Flughafen werde die Hauptstadtregion in eine neue Liga katapultieren. Berlins Regierender Bürgermeisters Wowereit sagte, der BBI sei ein Garant für zehntausende neue Arbeitsplätze. Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck betonte, auch für den Tourismus eröffneten sich neue Perspektiven.

Der heutige Flughafen Schönefeld soll für rund zwei Mrd. Euro innerhalb von fünf Jahren umgebaut und deutlich vergrößert werden. Die Eröffnung des neuen Flughafens ist für Oktober 2011 vorgesehen. Er ersetzt dann die heutigen drei Berliner Flughäfen. Tempelhof soll bereits im kommenden Jahr schließen. Der Flughafen Tegel, der bislang die weitaus meisten Fluggäste hat, soll kurz nach der Eröffnung des BBI seinen Betrieb einstellen.

Der BBI wird zunächst für 22 Mio. Passagiere ausgelegt. Mit Modulen kann die Kapazität auf 40 Mio. Reisende erweitert werden. Erst im März hatte das Bundesverwaltungsgericht den Weg für das Projekt freigemacht. Es wies die Klagen von 4000 Anwohnern gegen den Bau ab, verhängte allerdings ein weitgehendes Nachtflugverbot und verschärfte die Lärmschutzauflagen. Noch anhängig ist eine Verfassungsbeschwerde der BBI-Gegner. Zuletzt kritisierten Billigfluggesellschaften, der BBI sei zu groß dimensioniert, was die Kosten nach oben treiben werde.

Quelle: n-tv.de

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