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"Massive Rufschädigung" Esser verklagt NRW

Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser will das Land Nordrhein-Westfalen im Zusammenhang mit den Vorwürfen in der Mannesmann-Affäre auf Schmerzensgeld und Schadenersatz verklagen.

An diesem Mittwoch soll über die Klage entschieden werden. Ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts bestätigte den Termin vor einer Zivilkammer. Esser sieht sich als Opfer der Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone.

Wegen „massiver Rufschädigung“ fordert der Manager Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 100.000 Euro und Schadenersatz durch die entstandenen Anwaltskosten in Höhe von ebenfalls 100.000 Euro. Das Justizministerium von Nordrhein-Westfalen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Im Falle eines Erfolges in dem nun angestrengten Prozess will Esser die im zugesprochene Summe für einen guten Zweck spenden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Mannesmann-Chef Klaus Esser und dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Funk vor, die Übernahme des Konzerns durch Vodafone zur persönlichen Bereicherung genutzt zu haben. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Hans-Reinhard Henke hatte erklärt, die beiden Topmanager hätten in der Schlussphase der größten Übernahmeschlacht der Geschichte gezielt darauf hingearbeitet, sich die Zustimmung zu einer Übernahme in Millionenhöhe honorieren zu lassen.

Die Staatsanwaltschaft wirft Esser, Funk, aber auch dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, IG Metall-Chef Klaus Zwickel und dem früheren Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ladberg Untreue in einem besonders schweren Fall vor.

Quelle: n-tv.de

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