Archiv

Lob für Politiker Euro-Kurs trotzt Exportängsten

Der Euro zeigt sich weiterhin beschwingt und markierte am Dienstag ein neues 16-Monats-Hoch bei 0,9446 Dollar. Händler führten den Höhenflug auf die zuletzt schwache Entwicklung an den US-Aktienmärkten zurück. Diese schmälere für Fonds die Attraktivität von Investitionen in den USA, daher falle der Dollar-Kurs, hieß es zur Begründung. Der Dow-Jones-Index war am Montag um fast 2,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit acht Monaten gefallen.

Als positiv wurde vonseiten der Händler auch der vorsichtige Umgang europäischer Politiker mit Statements zum Euro-Kurs gewertet. EU-Währungskommissar Pedro Solbes hatte am Montag erklärt, die europäische Wirtschaft könne auch mit Kursen über 0,9300 Dollar leben. Zuletzt hatten sich Befürchtungen gemehrt, dass verteuerte Exporte als Folge eines starken Euro die Konjunkturerholung in Deutschland dämpfen könnten. Der Vorsitzende der Finanzminister der Euro-Gruppe, Rodrigo Rato, hatte gestern gesagt, es gebe breite Übereinstimmung, dass sich die Erholung der Konjunktur festige.

Der Euro hatte am frühen Morgen auch im fernöstlichen Handel einen neuen Höchststand markiert. Die japanische Notenbank macht mit einer Intervention am Kapitalmarkt von sich reden. Die Bank of Japan hat am Dienstag erneut den Aufwärtstrend des Yen gegenüber dem US-Dollar gestoppt und Dollar für Yen gekauft. Daraufhin kletterte die US-Währung um gut einen ganzen Yen auf 124,25 Yen. Auch der Euro gab etwas nach, behauptete sich aber über 0,94 Dollar. Die japanische Notenbank hatte bereits in der vergangenen Woche an zwei Tagen versucht, ein Abrutschen des Dollar unter 124 Yen zu verhindern.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.