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Nach US-Daten Euro verliert nach Jahrestief weiter

Nachdem der Euro nach einer Rede des EZB-Chefs Wim Duisenberg am Donnerstag bereits auf ein Sechs-Monatstief gefallen war, sank die Gemeinschaftswährung nach den unerwartet guten US-Arbeitsmarktdaten um etwa ein Drittel US-Cent auf 0,8450 US-Dollar.

Nicht der Kurs des Euro, sondern die Preisstabilität ist nach Worten von EZB-Präsident Wim Duisenberg das wichtigste Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Dies hatte Duisenberg am Donnerstag in Wien gesagt.

Der Euro fiel nach den Äußerungen Duisenbergs auf ein neues Sechsmonatstief unter 0,8498 Dollar, von dem er sich auch am Freitagmorgen nur leicht erholte. Die Hoffnungen auf Interventionen seien dadurch zerstört worden, hieß es an den Märkten. Im Tagesverlauf verlor der Euro im asiastischen Handel weiter und sank erstmals seit fünf Monaten unter 100 Yen.

Der EZB-Präsident zeigte sich überzeugt, dass die derzeit inflationstreibenden Effekte nur vorübergehend seien und die Teuerungsrate im kommenden Jahr unter zwei Prozent sinken wird. Der vorübergehende Preisdruck, der von höheren Öl- und Nahrungsmittelpreisen ausgehe, dürfe sich nicht in höheren Löhnen niederschlagen, mahnte Duisenberg. Die EZB habe ihren Auftrag, für stabile Preise zu sorgen, nicht verfehlt.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone sieht Duisenberg am oberen Rand der Spanne von zwei bis 2,5 Prozent. Duisenberg nahm auch zur Verwirrung um die Berechnung der Geldmenge M3 Stellung. Das Geldmengenwachstum liege jetzt in der Nähe des Referenzwertes von 4,5 Prozent. Der gleitende Dreimonatsdurchschnitt betrage für Februar bis April 4,6 Prozent.

Quelle: ntv.de

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