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Unglückstag bei der Bahn Explosives in Pasewalk

Wegen Explosionsgefahr ist der Bahnhof im vorpommerschen Pasewalk mehr als vier Stunden gesperrt worden. Grund für die Sperrung war ein Kesselwagen, aus dem die hochentzündliche Flüssigkeit Methyl-tert-Butylether (MTBE) ausgelaufen war.

Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes hatte ein Bahnmitarbeiter am Morgen bemerkt, dass aus einem polnischen Gefahrguttransporter Flüssigkeit heraustropfte. Der Waggon sei abgekoppelt worden, die Feuerwehr habe den Kesselwagen abgedichtet und einen Schaumteppich um ihn gelegt. Offenbar war ein defektes Ventil die Ursache für das Austreten der Flüssigkeit.

Der Zugverkehr von und nach Pasewalk war vom Morgen bis 13.00 Uhr unterbrochen, die Zufahrtsstraßen zum Bahnhof gesperrt. Die Bahn setzte für den Nahverkehr Busse ein. Vier Intercity-Züge zwischen Berlin und Stralsund wurden über Neubrandenburg umgeleitet. Die Reisenden hatten bis zu zwei Stunden Verspätung.

MTBE wird als Lösungsmittel verwendet und Kraftstoffen zur Erhöhung der Oktanzahl zugesetzt. Am Nachmittag stand der gesicherte Waggon zunächst noch in Pasewalk. Die Behörden berieten, ob er nach Polen gebracht werden sollte. Dorthin war er ursprünglich unterwegs.

Brand in Frankfurter Hbf.

In der Nacht zu Mittwoch hatte ein Feuer im denkmalgeschützten Frankfurter Hauptbahnhof einen Schaden von 400.000 Euro angerichtet. Vermutlich bei Schweißarbeiten am Dach sei eine Lüftungsanlage in Brand geraten, teilte die Deutsche Bahn mit. Die Feuerwehr sperrte Teile des Bahnhofs wegen der Löscharbeiten und dichten Rauchs zwei Stunden ab. 100 Menschen wurden unverletzt ins Freie gebracht. Zunächst war der Schaden auf 1,5 Mio. Euro geschätzt worden.

Durch den Einsatz von Sonderfahrzeugen konnte die Feuerwehr eine größere Beschädigung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes verhindern. Hartmut Lang, Pressesprecher der Bahn in Frankfurt bestätigte im Gespräch mit n-tv.de: "Es wurde keine historische Bausubstanz beschädigt. " Die Brandursache für das unter dem Dach ausgebrochene Feuer sei aber noch unklar, die Kriminalpolizei ermittelt zur Stunde noch, teilte Lang mit.

Verkehrsbehinderungen gab es nicht. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist mit täglich 400.000 Reisenden und Besuchern Deutschlands größter Personenbahnhof.

Quelle: n-tv.de