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Bahn frei für Diekmann Fahrholz vor dem Fall

Das Feld für den neuen Mann an der Spitze des Allianz-Konzerns wird bestellt. Zu diesem, Zweck soll nun offenbar der Chef der Allianz-Tochter Dresdner Bank, Bernd Fahrholz, seinen Hut nehmen. Wie der „Focus“ unter Berufung auf Management-Kreise berichtet, soll Fahrholz noch vor der Hauptversammlung am 29.April abtreten. Als Termin sei der 2.April im Gespräch. An diesem Tag werde die Vorlage der Dresdner-Bilanz erwartet. Durch den Rückzug Fahrholz’ solle Diekmann ein unbelasteter Start ermöglicht werden, hieß es weiter. Die Allianz wollte den Bericht nicht kommentieren.

Diekmann, der derzeit für die Versicherungsaktivitäten in Nord- und Südamerika sowie gruppenweit für den Bereich Human Ressources zuständig ist, soll der Übernahme der verlustreichen Dresdner Bank alles andere als enthusiastisch gegenüber gestanden haben.

Im Dezember hatte Allianz-Vorstandschef Henning Schulte-Noelle überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Ebenso überraschend folgte die Ernennung Diekmanns zu seinem Nachfolger. Zuvor war Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner als Kronprinz im Gespräch gewesen. Branchenbeobachter hatten die Ernennung Diekmanns im Hinblick auf das große Wachstumspotenzial in den USA und Südamerika jedoch als strategisch sinnvoll bezeichnet.

Am Donnerstag legt die Allianz ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Experten erwarten überwiegend einen Verlust von weit über einer Mrd. Euro. Hauptursache für die Fehlbeträge sind die Probleme bei der Dresdner Bank. Auch die Unwetter im vergangenen Sommer haben ihren Beitrag geleistet.

Quelle: ntv.de