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Greenspan vor dem US-Senat Fed-Chef verteidigt Freien Handel

George Bush bekam Schützenhilfe von Alan Greenspan. Der US-Präsident sucht im US-Kongress Unterstützung für mehr Verhandlungsvollmachten, um neue Handelsabkommen abzuschließen. Als fortwährender Befürworter des Freien Handels sagte der Zentralbankchef vor einem Senatskommittee aus.

Protektionismus sei unklug und selbstzerstörerisch, meinte Greenspan. Ein Freier Handel garantiere durch mehr Wettbewerb und Produktivität einen höheren Lebenstandard, fügte er hinzu. Besonders in Zeiten des wirtschaftlichen Rückgangs müße man sich gegen diejenigen Kräfte wehren, die einheimische Industrien durch Tarife und andere Handelshemmnisse schützen wollten. Gerade jetzt sollten die letzten Handelsschranken beiseite geräumt werden, damit der Wettbewerb freien Lauf hat.

Greenspan rief die industrialisierten Länder dazu auf, ihre Wirtschaft gegenüber der Dritten Welt zu öffnen und den Handel zu erweitern. Nur dadurch könnte die große Armut und die krassen Reichtums-Unterschiede langfristig aufgehoben werden.

Greenspans Bemerkungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bush-Adminstration eine große amerikanische Freihandelszone schaffen will. Zudem sind die industrialisierten Länder auch an einer Neuaufnahme der Gespräche über eine Öffnung der Märkte interessiert.

Der oberste Währungshüter der USA äußerte sich vor den Senatoren nicht zu der gegenwärtig schwachen konjunkturellen Lage in den USA. Auch zur Zinspolitik der Federal Reserve Bank, die der Wirtschaft wieder Impulse geben könnte, sagte er nichts.

Quelle: n-tv.de