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Erster Prozess Firestone zahlt 7,5 Mio. Dollar Schadensersatz

Im Zusammenhang mit tödlichen Unfällen in Verbindung mit schadhaften Reifen des Konzerns Bridgestone/Firestone hat sich die Firma in einem ersten Prozess in den USA zur Zahlung von Schadensersatz bereit erklärt. Der Richter des zuständigen Bezirksgerichts teilte ohne Bekanntgabe von Details mit, zwischen Bridgestone und einer Familie aus Texas habe es eine Einigung gegeben.

Nach Angaben aus Kreisen hat sich der Reifenhersteller dabei zur Zahlung von 7,5 Mio. Dollar verpflichtet. Die Familie aus Texas war verletzt worden, nachdem an ihrem Geländewagen Ford Explorer ein Reifen geplatzt war und sich das Fahrzeug überschlagen hatte. Ford, in diesem Fall ebenfalls angeklagt, hatte sich bereits zuvor zur Zahlung von sechs Mio. Dollar bereit erklärt.

Derzeit sind etwa 400 ähnlicher Klagen vor US-Gerichten anhängig. Die US-Behörden bringen 203 Todesfälle und rund 700 Verletzte mit schadhaften Reifen der japanischen Firma in Zusammenhang, die an Fahrzeugen des US-Autokonzerns Ford montiert waren.

Die Anwälte von Bridgestone/Firestone hatten in dem Prozess den Geländewagen Ford Explorer wiederholt als instabil und anfällig für Überschläge bezeichnet und das Gericht aufgefordert, dem Autohersteller die Alleinschuld an dem Unfall zuzuweisen. Ford wollte die Aussagen nicht kommentieren, wies aber die Anschuldigungen zurück.

Seit Beginn der Auseinandersetzung im vergangenen Jahr liefern sich die beiden Konzerne einen erbitterten Streit in der Öffentlichkeit um die Frage der Verantwortung. Eine Klärung dieser Frage vor Gericht haben Bridgestone/Firestone und Ford bislang nicht gesucht. Dazu wird es nach Einschätzung von Beobachtern aber noch kommen.

Quelle: ntv.de

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