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Eigenes Kind ins Meer geworfen Flucht im wackeligen Holzboot

Mindestens 26 afrikanische Flüchtlinge sind nach italienischen Polizeiangaben beim Versuch ums Leben gekommen, in einem wackeligen Holzboot von Libyen aus nach Italien zu gelangen.

75 Menschen seien von einem Handelsschiff aus Gibraltar auf dem Meer treibend vor der sizilianischen Küste gerettet worden, teilte die Polizei mit. Die Geretteten hätten kaum noch Lebensmittel- und Wasservorräte gehabt. Ein Viertel der ursprünglich 100 Flüchtlinge sei auf See gestorben, ihre Leichen seien ins Wasser geworfen worden, hätten die Menschen berichtet.

Die Flüchtlinge stammen nach eigener Darstellung aus dem Sudan, Liberia, der Elfenbeinküste und Sierra Leone. Für die Überfahrt sollen sie zwischen 800 US-Dollar und 1.800 US-Dollar bezahlt haben.

"Mein Sohn hat es nicht geschafft. Ich musste ihn auf See lassen", berichtete einer der Überlebenden der Nachrichtenagentur Ansa. In den vergangenen Jahren versuchen immer wieder Flüchtlinge aus Afrika nach Italien zu gelangen. Viele von ihnen kommen ums Leben, wenn ihre überfüllten Boote in Seenot geraten oder untergehen.

Quelle: ntv.de