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Hintergrund Forschung an Stammzellen

Mit embryonalen Stammzellen möchten Wissenschaftler Ersatz für geschädigtes Gewebe schaffen. Andere experimentieren mit den ethisch wenig umstrittenen Stammzellen aus Geweben erwachsener Menschen (adulte Stammzellen).

Noch ist nicht geklärt, welches Verfahren später Patienten mit Alzheimer, Parkinson, Diabetes oder Herzleiden helfen kann. In Deutschland ist die gezielte Auswahl von Embryonen bei der künstlichen Befruchtung verboten. Sie könnte theoretisch benutzt werden, damit Menschen mit bestimmten Erbkrankheiten gar nicht erst entstehen.

Präimplantationsdiagnostik

Bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) wird der Embryo nach einer künstlichen Befruchtung auf krankhaft veränderte Gene getestet. Es werden nur diejenigen Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt, die voraussichtlich keine der getesteten Krankheiten bekommen. Die PID ist in Deutschland verboten.

Adulte Stammzellen

Adulte Stammzellen sind teilungsfähige Zellen, die in verschiedenen Organen des Körpers und im Nabelschnurblut von Neugeborenen gefunden werden. Sie können sich im Vergleich zu embryonalen Stammzellen nur begrenzt vermehren und in andere Gewebe entwickeln. Ethische Bedenken gibt es hierbei nicht.

Embryonale Stammzellen

Diese Stammzellen können sich unentwegt weiter teilen und im Körper noch zu mehr als 200 Gewebesorten heranwachsen. Aus den Stammzellen kann jedoch kein Baby mehr entstehen. Die Zellen werden unter anderem aus so genannten überzähligen Embryonen gewonnen. Diese entstehen bei einer künstlichen Befruchtung und werden nicht mehr für eine Schwangerschaft benötigt. In Deutschland dürfen keine Stammzellen aus menschlichen Embryonen gewonnen werden. Der Import ist jedoch für "hochrangige Forschungszwecke" in Ausnahmefällen erlaubt. Bislang wurden fünf solche Ausnahmeprojekte bewilligt.

Therapeutisches Klonen

Beim therapeutischen Klonen werden die Embryonen allein zu Therapiezwecken erzeugt. Wissenschaftler wollen dabei neues Gewebe mit dem Erbgut eines Patienten züchten. Erbmaterial aus gesunden Zellen des Patienten soll dazu in eine entkernte Eizelle gespritzt werden.

Reproduktives Klonen

Das reproduktive Klonen dient dazu, identische Nachkommen zu erschaffen. Auf diese Weise war das Klonschaf "Dolly" entstanden. Trotz mehrfacher Ankündigungen gibt es bislang keinen Beweis für einen erfolgreich geklonten Menschen. In Deutschland ist das Klonen von Menschen verboten.

Quelle: n-tv.de

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