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60. Jahrestag der Zerstörung Frauenkirche zum Beten offen

Die fast vollendete Dresdner Frauenkirche öffnet symbolträchtig erstmals am Abend des 13. Februar für drei Stunden ihre Pforten. Mit einer "Nacht der Stille" im Innenraum solle am 60. Jahrestag der Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber ein deutliches Zeichen gegen Krieg, Rassismus und Gewalt gesetzt werden, teilte die Stiftung Frauenkirche am Montag mit. Von 22.00 Uhr bis 01.00 Uhr ist die Baustelle zum Wachen und Beten zugänglich.

"Der 13. Februar darf nicht zum Aufrechnen von Schuld und zum Schüren von neuem Hass missbraucht werden", appellierte die Stiftung. Der Tag solle für die Opfer von Krieg und Unrecht in der Gegenwart sensibilisieren und aufrufen, geistigen Brandstiftern entgegenzutreten. "Wir erinnern an die Zerstörung, aber auch an deren Vorgeschichte, zu der das unermessliche Leid gehört, das der Nationalsozialismus und der von Deutschland ausgegangene Krieg über zahllose Menschen gebracht hat."

Die Kirche war nach der Bombennacht vom 13./14. Februar 1945 in sich zusammengestürzt. Ihre Ruine war bis zur Wende Symbol und Mahnung gegen den Krieg. 1993 begann der Wiederaufbau, der für den Willen stehe, Brücken zu bauen, Versöhnung zu leben und Glauben zu stärken, hieß es. Das wiedererbaute Gotteshaus soll am 30. Oktober geweiht werden.

Quelle: ntv.de