Archiv

Norbert Reithofer Führungswechsel bei BMW

Mit Norbert Reithofer übernimmt der Maschinist des Münchner Autokonzerns BMW die Kommandobrücke. Während der scheidende BMW-Kapitän Helmut Panke von Absatzrekord zu Absatzrekord steuerte, sorgte der 50-jährige Ingenieur dafür, dass die Produktionsmaschine ohne Stottern lief.

So trieb er die Modernisierung der BMW-Standorte voran. Dank flexibler Arbeitszeiten und der technischen Ausrüstung zählt der Konzern mittlerweile zu den wenigen Autobauern der Welt, die verschiedene Modelle an einem Band fertigen können. Mehr als fünf Milliarden Euro steckte BMW in den Ausbau seiner Werke weltweit.

Reithofer hat den Autobau von der Pike auf gelernt. Er begann seine Laufbahn als Leiter der Instandhaltungsplanung und stieg nach und nach in der Fertigungshierarchie auf. Nach einer Station in Südafrika als technischer Direktor leitete er die US-Produktion in South Carolina. Vor sechs Jahren berief ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand, in dem Panke damals noch das Finanzressort verantwortete.

Den meisten außerhalb des Konzerns war Reithofer lange Zeit kein Begriff. Erst als Panke seinen Abschied andeutete, wagte er sich im Rennen um den Chefposten aus der Deckung. Wie sein Rivale um die Spitzenposition, Finanzvorstand Stefan Krause, pochte er im Juli öffentlich auf die bei BMW gültige Altersgrenze von 60 Jahren für Spitzenmanager und drängte damit auf Pankes Rückzug.

Quelle: n-tv.de