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Diebische Sahara-Touristen? Fünf Deutsche aufgetaucht

Die fünf seit Tagen in der algerischen Sahara vermissten deutschen Touristen sind wieder aufgetaucht und wohlauf, werden sich aber vor der Justiz verantworten müssen. Das teilte das algerische Innenministerium am Sonntag mit. Die fünf Deutschen hätten archäologische Fundstücke aus dem Nationalpark von Tassili entwendet und gegen die Auflagen für Ausländer verstoßen, die seit dem Geiseldrama im Jahr 2003 in der algerischen Sahara gelten.

Die fünf Deutschen wurden nach einer weiträumigen Suchaktion in der Region von Djanet mehr als 1500 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Algier gefunden. Sie waren nach den Angaben in dem Nationalpark etwa 95 Kilometer von Djanet entfernt bei ihren Fahrzeugen. Die algerische Presse hatte bereits spekuliert, die Deutschen könnten nach dem Muster des Geiseldramas von 2003 verschleppt worden sein.

Nach dem spurlosen Verschwinden am Mittwoch hatten Ungewissheit und Verwirrung über das Schicksal der fünf Touristen geherrscht. Am Samstag dementierte das Tourismusministerium noch Radioberichte, sie seien aufgefunden worden. 32 Europäer, darunter 16 Deutsche, waren im Februar 2003 von der islamistischen Gruppe GSPC verschleppt worden.

Quelle: ntv.de