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"Sie war mir sogar sympathisch" Gedeck kam Meinhof nahe

Die Schauspielerin Martina Gedeck glaubt nach ihrer Rolle in dem RAF-Film "Der Baader Meinhof Komplex" noch mehr an die Demokratie als zuvor. "Ich glaube sehr an die Demokratie, viel, viel stärker durch diesen Film und die Arbeit an diesem Film", sagte sie dem Hessischen Rundfunk. Nicht nur ihre die Arbeit, auch die Wirkung des Film sei für sie erschütternd gewesen: "Ich bin aus dem Kino raus und habe mich eine Stunde nicht mehr fangen können, obwohl ich selbst dabei mitgemacht habe."

Gedeck spielt in dem Streifen von Bernd Eichinger und Uli Edel die Rolle der Ulrike Meinhof. "Ich bin ihr sehr nahe gekommen", sagte Gedeck über Meinhof, "sie war mir sogar sympathisch: als junges Mädchen und auch später, als sie die journalistische Laufbahn genommen hat - da hat sie mir gefallen." Die ältere Ulrike Meinhof habe sie nicht mehr gemocht: "Ulrike Meinhof war ein Mensch, der sich später nicht mehr so gerne mochte, und das ist für mich gut gewesen. Denn dann konnte ich sie auch nicht mögen."

Als belastend empfand Gedeck die Brutalität des Drehs. "Ich hatte schon immer großen Respekt vor Gewalt." Für den Film musste die Schauspielerin auch schießen lernen. "Ich mochte das gar nicht, fand es schrecklich." Der Film startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Quelle: ntv.de

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