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Kartell-Bedenken? Gerüchte um Random/Ullstein

Das Bundeskartellamt hat offenbar Bedenken gegen die geplante Großfusion der Verlage Random House und Ullstein Heyne List. Grund sei die Frage, ob nach der Fusion im Taschenbuchmarkt eine dominierende Stellung des Unternehmens entstehe, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung " unter Berufung auf interne Papiere der Behörde.

Random House hätte nach dem Zusammenschluss einen Marktanteil in dem Markt von 38 Prozent, erklärt die Zeitung unter Berufung auf den Branchendienst "Buchreport" berichtet. Eine solche Dominanz würden die Fusionskontrolleure verhindern. Die Behörde neige "dazu, einen eigenen Markt für Taschenbücher anzunehmen", heißt es in einem Zitat aus den Papieren. Offiziell habe das Amt keine Stellung nehmen wollen.

Bei Bertelsmann und Axel Springer war am Wochenende keine Stellungnahme erhältlich. Random House, die Buchsparte des Bertelsmann-Konzerns, hatte Ullstein Heyne List von Springer erworben.

Der Kauf war im Februar beim Kartellamt angemeldet. Beide Verlage hatten sich hinsichtlich des Zustandekommens des Geschäftes optimistisch gezeigt. Das neue Unternehmen soll früheren Angaben zufolge unter dem Namen Random House firmieren. Random und Ullstein Heyne List erzielen gemeinsam mit mehr als 600 Mitarbeitern einen Jahresbruttoumsatz von gut 420 Mio. Euro. Falls der Kauf am Einspruch der Behörde scheitern sollte, muss Random laut Vereinbarung einen neuen Käufer finden.

Quelle: ntv.de