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Verkauf oder Joint-Venture? Glaxo interessiert an Bayer-Pharmasparte

GlaxoSmithKline hat Zeitungsberichten zufolge Interesse an der Pharmasparte von Bayer. Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern schließt nach der Rückrufaktion des Cholesterinsenkers Lipobay/Baycol einen Verkauf der Sparte nicht mehr aus.

Glaxo habe sich bereits mit den Banken von Bayer, Credit Suisse First Boston und Deutsche Bank, in Verbindung gesetzt, berichtet die „Financial Times“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise. Die Gespräche befänden sich in einem frühen Stadium und müssten nicht zu einer Vereinbarung führen. Bereits am Sonntag hatte die britische „Sunday Telegraph“ ebenfalls über das Interesse von GlaxoSmithKline an Bayer-Pharma berichtet. In beiden Blättern wurde von einem Wert der Sparte in Höhe von 15 Mrd. Dollar gesprochen.

GlaxoSmithKline ist Co-Vermarkter des kürzlich wegen Nebenwirkungen vom Markt genommenen Bayer-Medikaments Baycol/Lipobay. Beide Unternehmen waren 1997 eine entsprechende Kooperation in einem nicht bekannten Volumen eingegangen.

Bayer erwägt derzeit sowohl den künftigen Betrieb seiner Pharmasparte in Form eines Joint-Venture als auch deren Verkauf. Dem Leverkusener Konzern liegen nach eigenen Angaben bereits zwei Interessenbekundungen vor. Analysten halten die US-Firmen Bristol Myers und Eli Lilly, die deutsch-französische Aventis sowie Roche und Novartis aus der Schweiz für die wahrscheinlichsten Interessenten.

Quelle: n-tv.de

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