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Hilfe für ärmste Länder Glaxo liefert Medikamente billiger

Gutes tun und darüber reden. So könnte man das jüngste Angebot von GlaxoSmithKline deuten. Der britische Pharmariese will auf Grund des zunehmendem Drucks der Hilfsorganisationen und Aktivisten sein Angebot billiger Aidsmedikamente auf insgesamt 63 Länder ausweiten. Damit findet sich Glaxo in die Reihe von Pharmakonzerne wie Novartis, Bristol-Myers Squibb und Merck and Co ein.

Die Medikamente würden den Regierungen, Hilfsorganisationen und Kirchen der ärmsten Länder der Welt einschließlich der afrikanischen Staaten südlich der Sahara zu Produktionskosten angeboten, so ein Sprecher des Unternehmens. Mit den in dem Arbeitspapier "Den Herausforderungen begegnen" umrissenen Maßnahmen erkenne die Branche ihre ethische Verpflichtung an, mehr zur Bekämpfung der Krankheit zu tun, hieß es weiter.

Auch wenn der Konzern außerdem in Aussicht stellte, Medikamente zur Bekämpfung der Tropenkrankheit Malaria zu Produktionskosten verfügbar zu machen, so macht Glaxo eigentlich nicht mehr als aus der Not eine Tugend. Analysten bewerten die Preissenkungen der Pharmaindustrie als einen vorauseilenden Schritt, um die Bedrohung ihrer Patentrechte einzuschränken. Die ärmsten Länder hatten nämlich damit gedroht, die Patentrechte nicht zu beachten und Medikamente zu kopieren.

Quelle: n-tv.de