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Locken weitere Zinssenkungen? Greenspan bleibt bei moderat-pessimistischer Einschätzung

Nach Ansicht von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan wird sich die US-Wirtschaft in diesem Jahr "substanziell abschwächen". Zudem sei zu erwarten, dass in 2001 weiter die "Abwärtsrisiken dominieren", erklärte der Federal Reserve Bank-Chef in seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats.

Die Unternehmen säßen auf hohen Lagerbeständen und die Verbraucher sind um die Zukunft besorgt, sagte Greenspan weiter. In einer Aussage vor dem Haushaltsauschuss des US-Senats vor drei Wochen beschrieb Greenspan das US-Wirtschaftswachstum als nahe an der Nullgrenze liegend.

Der Übergang von einer Periode starken Wachstums zu einer Phase schwächeren Wachstums werde möglicherweise nicht nahtlos sein, erklärte der Notenbankchef. Durch die schnelle Veränderung der US-Konjunktur sei die Notenbank gezwungen gewesen, früher und aggressiver zu handeln, als in der Vergangenheit. Die Inflationsneigung in den USA bleibe weiterhin gering.

Der oberste Währungshüter der USA sah Zeichen eines leichten Aufschwungs im Januar, basierend auf den jüngsten Einzelhandelsumsatzzahlen. Steigende Produktivität und niedrige Inflation würden der Federal Reserve Bank mehr Spielraum für Zinsabgaben geben, fügte er hinzu.


Marktbeobachter sahen in der Rede Greenspans eine klare Zusage für eine weitere Herabsetzung der Leitzinsen. Dies könnte bei der Sitzung des Offenmarktausschusses am 20. März, oder auch schon früher passieren. Die Notenbank hat bereits im Januar die Leitzinsen um insgesamt 100 Basispunkte reduziert.


Während sich die Aktien- und Rentenmärkte von den Aussagen des US-Notenbank Präsidenten wenig beeindruckt zeigten, sackte der Euro sogar unter die Marke von 92 US-Cent.

Quelle: n-tv.de

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