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"Fragile Konjunktur" Greenspan senkt Wachstumsprognose

Die US-Wirtschaft könnte sich weiter abschwächen und weitere Zinssenkungen erforderlich machen. Diese Einschätzung vertrat der Chef der amerikanischen Notenbank (FED), Alan Greenspan bei einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhaus.

Die US-Notenbank senkte ihre Projektion für das BIP-Wachstum der USA im laufenden Jahr auf plus 1,25 bis 2,0 Prozent. Im Februar lagen die Schätzungen der Fed noch auf einer Bandbreite zwischen 2,0 und 2,5 Prozent. Für das kommende Jahr wird ein Wachstum von 3,0 bis 3,25 Prozent erwartet.

"Die Phase einer durchschnittlichen Wirtschaftsleistung ist noch nicht vorbei. Es bestehen weiter Risiken, dass die Abschwächung stärker sein wird als ursprünglich erwartet, und dies könnte eine politische Antwort erfordern", sagte Greenspan. Er rechnet aber damit, dass sie bisherigen Zinssenkungen und niedrigere Steuern die Konjunktur noch in diesem Jahr helfen werde.

Sowohl am Aktien- als auch am Devisenmarkt wurde Greenspans Rede mit Enttäuschung aufgenommen. Dow Jones und Nasdaq büßten in kurzer Zeit deutlich ein, der Dollar schwächte sich ebenfalls kräftig gegenüber dem Euro ab.

Quelle: ntv.de