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Sex-Pistols-Gründer McLaren "Großartig gescheitert"

Fast 60 Jahre und noch kein bisschen müde: Malcolm McLaren bezeichnet sein Lebenswerk als "großartiges Scheitern". Das sagte der Gründer und Manager der legendären Punkband Sex Pistols während des ersten internationalen Punk-Kongresses in Kassel.

"Entscheidend dabei ist allerdings, dass du in dem Moment, in dem du fortwährendes Scheitern als Teil deines Lebens akzeptierst, furchtlos wirst", sagte der Brite am Freitagabend. Diese Furchtlosigkeit habe ihm sein erster Professor auf der Kunstakademie mit auf den Weg gegeben, er habe damit auch künstlerisches Scheitern stets als Chance begreifen können.

Mode- und Musikpionier McLaren

McLaren hatte seit 1971 mit seiner damaligen Lebensgefährtin Vivienne Westwood Fetischmode gesellschaftsfähig gemacht, mit den 1976 gegründeten Sex Pistols schrieb er Musik- und Punkgeschichte. Er gilt als eine der bekanntesten Personen der Punk-Bewegung. Darüber hinaus veröffentlichte McLaren 1981 unter eigenem Namen mit "Buffalo Gals" die erste kommerziell erfolgreiche HipHop- Single.

Neue Experimente

Inzwischen bastele er an experimentellen Musikprojekten, sagte McLaren auf dem Punk-Kongress. Durch die Kombination beispielsweise von Spielkonsolensounds und traditionellem Bluesgesang wolle er diesen Exponenten der heutigen "Karaokekultur" ein Stück Authentizität zurückgeben.

Zu dem Punk-Kongress mit Vorträgen und Konzerten erwarten die Organisatoren in Kassel rund 2.000 Fans und Musikexperten.

Quelle: n-tv.de