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Erfolg für Carly Fiorina HP-Compaq-Ehe perfekt

Ein unabhängiger Prüfer hat das Ergebnis der Abstimmung der Aktionäre von Hewlett-Packard (HP) über die Fusion mit Compaq bestätigt. Das gab das Unternehmen am Mittwochabend bekannt.

Bei der Abstimmung am 19. März hatte sich demnach eine Mehrheit für die bislang größte Fusion in der Computerindustrie ausgesprochen. 51 Prozent der Anteilseigner waren für die Fusion, 48 Prozent hatten dagegen gestimmt.

Nachdem ein Gericht im US-Bundesstaat Delaware bereits am Dienstag zu Gunsten von Hewlett-Packard entschieden hatte, ist der Weg für die geplante Verschmelzung mit dem zweitgrößten PC-Hersteller Compaq nun endgültig frei. HP teilte weiter mit, der Zusammenschluss werde voraussichtlich am Freitag offiziell vollzogen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen solle am 7. Mai starten.

Das Gericht hatte eine Klage von Walter Hewlett, Erbe des HP-Firmengründers, abgewiesen, der den Zusammenschluss verhindern wollte. Die Begründung der Richter schien Hewlett indessen zu überzeugen. Nach Bekanntgabe des Urteils kündigte er an, zu einem erfolgreichen Gelingen der Fusion beizutragen. "Ich werde nun alles tun, was mir möglich ist, um eine erfolgreiche Umsetzung der Übernahme von Compaq durch HP zu unterstützen", sagte er. Außerdem wolle er versuchen, alle anderen Fusionsgegner ebenfalls auf seine Seite zu ziehen.

Mit seinem Gang vor ein Gericht in Delaware wollte der Sohn des HP-Firmengründers den Zusammenschluss verhindern. Richter William Chandler bestätigte jedoch die Rechtmäßigkeit der Aktionärsabstimmung vom 19. März. Mit einer knappen Mehrheit hatten sich die HP-Aktionäre damals für den Zusammenschluss ausgesprochen.

Walter Hewlett formulierte zwei zentrale Argumente gegen die Fusion. Einerseits warf er HP vor, ihren Großaktionär Deutsche Bank zur Abstimmung für die Fusion gedrängt zu haben. Das Unternehmen habe gedroht, das zukünftige Investment-Geschäft mit HP zurückzuziehen. Außerdem hatte Hewlett dem HP-Konzern zur Last gelegt, gegenüber den Aktionären ein zu optimistisches Bild über das künftige Gemeinschaftsunternehmen zu zeichnen. Das Gericht urteilte allerdings, Walter Hewlett sei seiner Beweispflicht bezüglich der beiden Anklagepunkte gegen HP nicht hinreichend nachgekommen.

Quelle: ntv.de

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