Archiv

Erst Fusion, dann Entlassungen HP setzt Rotstift an

Die Computer-Ehe zwischen Hewlett Packard und Compaq wird wie erwartet tausende Arbeitsplätze kosten. Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina kündigte auf der ersten Analystenkonferenz nach der Fusion der beiden Unternehmen an, noch bis Anfang November diesen Jahres 10.000 Stellen abzubauen. Weitere 5.000 Jobs sollen im kommenden Jahr den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen. Insgesamt werden zehn Prozent der Belegschaft abgebaut. Im vergangenen Monat hatte es bereits erste Entlassungen gegeben.

Durch die Fusion wolle der Konzern in diesem Jahr 500 Mio. Dollar und im kommenden Jahr 2,5 Mrd. Dollar sparen, teilte Fiorina mit. Das ist mehr als bisher von HP angekündigt wurde. Die Wachstumsprognosen des frisch fusionierten Unternehmens blieben aber zurückhaltend. Im kommenden Jahr werde der Umsatz um vier bis sechs Prozent steigen und in 2004 um etwa neun Prozent, hieß es von der Firmenleitung. Im dritten Quartal dieses Jahres würden die Erlöse mit 16,2 Mrd. Dollar aber unter denen des Vorjahres liegen. Hewlett Packard leidet wie alle PC-Hersteller unter der schwachen Nachfrage.

Hewlett Packard und Compaq fusionierten Anfang Mai nach einem wochenlangen Streit. Der Sohn des HP-Mitbegründers Bill Hewlett, Walter Hewlett hatte lange Zeit gegen das Zusammengehen der beiden Computerhersteller gekämpft, scheiterte aber schließlich sowohl vor der Justiz als auch bei den Aktionären.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.