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Erste Entscheidung in Athen Halbfinale des Eurovision Song Contests

Der Grand Prix kommt in seine heiße Phase: Am Donnerstagabend stand in Athen das Halbfinale des 51. Eurovision Song Contests auf dem Programm. 23 der insgesamt 37 Teilnehmerstaaten bewarben sich um die zehn verbliebenen Plätze im Finale am Samstagabend ab 21.00 Uhr.

14 Finalteilnehmer stehen schon seit langem fest: die zehn Bestplatzierten des Grand Prix 2005 sowie die gesetzten Staaten Deutschland, Spanien, Großbritannien und Frankreich - die größten Beitragszahler der Eurovision.

Die deutschen Grand-Prix-Teilnehmer können sich bis dahin noch etwas Muße gönnen, in Ruhe proben und Athen besichtigen. Die norddeutsche Band Texas Lightning um TV-Komiker Olli "Dittsche" Dittrich ist mit ihrem Hit "No No Never" bereits auf Startnummer 8 für das Finale gesetzt. Auch für Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel wird es bei seiner 18. Finalteilnahme erst am Samstag spannend: Seine junge Band six4one eröffnet mit der Siegel-Komposition "If We All Give A Little" für die Schweiz das internationale Finale.


Doch zuvor gab es mit dem Halbfinale die erste große Bewährungsprobe für das griechische Fernsehen (ERT) und das Moderatoren-Duo, den Popstar Sakis Rouvas und die Fernsehmoderatorin Maria Menounos. Das griechische Fernsehen hat in wochenlanger harter Arbeit eine spektakuläre Show mit viel Antik-Pop vorbereitet, die aber nach Medienberichten leicht ins Kitschige abgleiten könnte. Unter anderem sollten Göttervater Zeus, Götterbote Hermes, die Liebesgöttin Aphrodite sowie Kriegsgott Ares durch die olympische Basketballhalle schweben. Zudem sollten viele andere Elemente der Antike, wie Helme, Schilde und Gewänder präsentiert werden.

Die Presse in Athen sah den russischen Song "Never Let You Go" mit Dima Bilan als einen der Favoriten für die Finalqualifikation. Chancen wurden auch dem Eurovisions-Neuling Armenien mit dem Sänger Andre und dem Song "Without Your Love" vorausgesagt. Ein großes Fragezeichen stand hinter den Chancen der Horror-Rocker rund um den finnischen Sänger Lordi mit "Hard Rock Halleluja". "Sie könnten ganz oben landen. Sie könnten aber auch wegen unerträglichen exzentrischen Gehabes ganz tief fallen", meinten griechische Boulevardblätter.

Texas Lightning schienen von all dem unbeeindruckt. Es gelte das Motto "kein Stress und gute Laune", sagte die aus Australien stammende Sängerin Jane Comerford. "Wir werden singen und das Ergebnis am Samstag gelassen abwarten." Am Donnerstag stand für die Countryband ein Termin in der Residenz des deutschen Botschafters auf dem Programm - mit einer Live-Einlage für die deutsche Gemeinde in Athen.

Quelle: n-tv.de