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"Alles Quatsch" Herz will TUI nicht

Bei Europas größtem Reisekonzerns TUI gibt es wohl keine Übernahme. Weder Ex-Tschibo Aktionär Herz, noch der Wirtschaftsprüfer Gellert wollen bei dem Touristik-Riesen einsteigen. Eine Hamburger Investorengruppe um die Geschwister Günter und Daniela Herz sowie dem Hamburger Wirtschaftsprüfer Otto Gellert erwäge offenbar ernsthaft einen Einstieg bei TUI, hatte am Freitagmorgen das "Handelsblatt“ berichtet.

Herz sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag: „Diese Gerüchte gehen mir langsam auf den Geist. Das ist alles Quatsch.“

Die drei hätten erst kürzlich ihren Anteil an der Tchibo-Holding für rund vier Mrd Euro veräußert. TUI ist an der Börse "nur" 2,7 Mrd Euro wert. Zum Verkauf steht ein TUI-Aktienpaket der WestLB über 31 Prozent.

Ex-Hapag-Lloyd-Chef Wrede sei mit Gellert gut bekannt und galt in den Spekulationen als möglicher neuer TUI-Chef. Der Touristikkonzern hat nach eigenen Angaben noch keine Kenntnis von einem angeblichen Übernahmeversuch einer Hamburger Investorengruppe um den Ex-Tchibo-Aktionär Günter Herz.

Gerüchten, dass der Billigflieger Air Berlin eine weit reichende Kooperation mit TUI plant, erteilte Geschäftsführer Joachim Hunold am Freitag eine Absage. Es gebe zwar eine punktuelle Zusammenarbeit mit der TUI, sagte er am Rande einer Pressekonferenz in Düsseldorf. "Weitere Dinge sind aber derzeit nicht in der Diskussion." betonte er. Die TUI prüft nach eigenen Angaben mögliche Allianzen im Flugbereich.

Angetrieben von den anhaltenden Spekulationen über eine mögliche Übernahme und guten Fraport-Zahlen, reagierte der Aktienkurs mit einem Sprung um über sieben Prozent, aber die Gewinne aber bis Börsenschluss wieder ab.

Quelle: n-tv.de

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