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Erste Lichtblicke? Holzmann-Kredite keine Hürde

Die für die Fortführung der Geschäfte der insolventen Philipp Holzmann AG notwendigen Massekredite scheinen offenbar keine große Hürde darzustellen. Aus Bankenkreisen verlautete am Montag, derartige Gelder seien gut besichert und dehalb relativ unproblematisch.

Der vorläufige Insolvenzverwalter, Ottmar Hermann, hatte am Samstag gesagt, eine Weiterführung der Bauaktivitäten sei ohne die Hilfe der Banken nicht möglich. Bankenkreisen zufolge benötigt das Unternehmen Kapital im "niedrigen dreistelligen Millionenbereich".

Wie aus dem Umfeld Hermanns verlautete, will er Insolvenzverwalter am Dientag mit den Geldhäusern über die Massekredite, die in der Regel mit Vermögensteilen des Unternehmens besichert sind, verhandeln.

Der Betriebsrat denkt unterdessen offenbar weiter über Protestaktionen für den Erhalt der Arbeitsplätze nach. Wie es heißt, soll es am Dienstag ein Treffen von Holzmann-Betriebsräten geben. Etwa zur gleichen Zeit beginnen in Frankfurt erneute Tarifgespräche für die rund 950.000 Beschäftigten im deutschen Bauhauptgewerbe.

Wie auch zu hören war, scheinen die meisten Mitarbeiter des Konzerns dem Aufruf gefolgt zu sein, am Montag wie gewohnt zur Arbeit zu gehen. Hermann beantragte am Montag beim Arbeitsamt das so genannte Insolvenzgeld zur Vorfinanzierung der Löhne und Gehälter der gut 11.000 in Deutschland beschäftigten Holzmann-Mitarbeiter.

Holzmann hatte in der vergangenen Woche nach zuvor erfolglosen Verhandlungen mit den Gläubigerbanken über einen Rettungsplan einen Insolvenzantra wegen Zahlungsunfähigkeit gstellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Hermann will nach eigenen Worten das Traditionsunternehmen und seine Arbeitsplätze so weit möglich erhalten und eine Zerschlagung verhindern.

Quelle: n-tv.de

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