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Leipzig - Dynamo Dresden Hoyzer belastet Eckstein

Der im Wett- und Manipulationsskandal hauptbeschuldigte Robert Hoyzer hat auch die Regionalliga-Partie zwischen Sachsen Leipzig und Dynamo Dresden vom 9. Mai 2004 (1:3) als manipuliert bezeichnet. Schwer belastet wird dabei Sachsen-Torhüter Marco Eckstein, der nach einer schwachen Leistung beim Spielstand von 0:3 nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums vom Platz gestellt worden war.

Das bestätigte Rechtsanwalt Endrik Wilhelm, der Torwart Ignjac Kresic vom Zweitligisten Dynamo Dresden vertritt, dem sid. Der mittlerweile beim Oberligisten ZFC Meuselwitz unter Vertrag stehende Eckstein war für eine Stellungnahme vorerst nicht zu erreichen.

"Ich hatte Einblick in die kompletten Vernehmungsakten von Hoyzer", sagte Wilhelm dem sid: "Der Zeuge Hoyzer gibt selbst an, die Spielbeeinflussung sei durch den Torwart des FC Sachsen erfolgt."

Der Rechtsanwalt sieht diese Aussage als Entlastung seines Mandanten Kresic, bei dem am 2. Februar im Auftrag der Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden war. Der Kroate soll ebenfalls in die Spielmanipulationen verstrickt sein, was aber Wilhelm als Unsinn bezeichnet: "Die Aussagen passen nicht zusammen. Er nennt den Namen meines Mandanten Kresic, aber wie soll der zu einem Sieg beigetragen haben, wenn er ganz normal seinen Job tut und Bälle hält? Mein Mandant ist unschuldig."

Dynamo Dresden war in den Blickpunkt des Wettskandals geraten, nachdem der damals unter Vertrag stehende Ranisav Jovanovic (jetzt FSV Mainz 05) zugegeben hatte, eine Prämie von 15.000 Euro für den Sieg im letzten Regionalliga-Punktspiel der Saison 2002/2003 gegen Preußen Münster (3:2) entgegengenommen zu haben. Die von einem Geschäftsmann gezahlte Summe wurde damals in der Mannschaft verteilt.

Quelle: ntv.de