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Heimlicher Millionär Hunde bekommen Erbe

In Großbritannien hat ein für seine Sparsamkeit bekannter Mann insgeheim ein Millionenvermögen angehäuft und einem Blindenhunde-Verein vermacht. Seine beiden Töchter gingen bei der Erbschaft hingegen leer aus.

Der im Alter von 90 Jahren verstorbene Joseph Leek habe in einem heruntergekommenen Haus gewohnt, sei immer mit dem Fahrrad gefahren und habe nur bereits getragene Kleidung gekauft. Zum Fernsehen sei er zu den Nachbarn gegangen, um Strom zu sparen, berichtete die Zeitung "The Times" am Freitag. Leek habe sein Vermögen an der Börse gemacht, ohne die Familie zu informieren.

Die 1,1 Millionen Pfund (rund 1,5 Millionen Euro) habe er den Führungshunden eines Blinden-Vereins vermacht. "Wir konnten nicht glauben, dass er so ein Heidengeld hatte", sagte Leeks Tochter Patricia Pilgrim. Die pensionierte Lehrerin hatte ihren Vater in seinen letzten zehn Jahren versorgt.

"Er wollte keine Reparaturen an seinem Haus machen lassen und kein Geld für etwas ausgeben, das er für unnötig hielt." Auch sei er oft zu den Nachbarn gegangen, etwa zum fernsehen. „Es war typisch für ihn, dass er lieber deren Strom nutzen wollte, als seinen eigenen", sagte Pilgrim.

Möglicherweise habe ihr Vater auch deshalb sein Vermögen an eine wohltätige Einrichtung vermacht, weil er den Gedanken hasste, Erbschaftssteuer zahlen zu müssen. Obgleich Leek in seinen späten Jahren selbst als blind registriert war, habe er sich nicht besonders für Blindenvereine interessiert, sagte Pilgrim.

Zwar sei sie ebenso wie ihre Schwester enttäuscht, nichts von dem Geld abbekommen zu haben. Sie respektierten aber die Entscheidung des Verstorbenen, das Geld dem Blindenhunden-Verein zu vermachen. Damit würden 30 Blindenhunde bezahlt, hieß es. Die Organisation erklärte, das Vermächtnis sei eine großartige Hilfe.

Quelle: ntv.de

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