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Zerstörerische "Isidore" Hurrikan verwüstet Mexiko

Der Hurrikan "Isidore" hat Mexiko erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 205 Stundenkilometern fegte er über die Küste der Halbinsel Yucatan hinweg. Drei Menschen kamen ums Leben. Konkrete Angaben zu den materiellen Schäden konnten die mexikanischen Behörden zunächst nicht machen. In Florida starb ein deutscher Tourist in Folge des Hurrikans.

Der Sturm kappte auf Yucatan Strom- und Telefonleitungen, deckte Dächer ab und wirbelte große Trümmer durch die Luft. Auf der Halbinsel war zuvor bereits der Alarmzustand ausgerufen worden. Mehr als 70.000 Einwohner wurden in Sicherheit gebracht. Allein von den Inseln Holbox und Isla Mujeres vor der Nordostspitze Yucatns wurden insgesamt 2.200 Menschen aufs Festland gebracht, wie der Zivilschutz mitteilte.15.000 Fischer kehrten vorsichtshalber an Land zurück.

Deutscher in Florida getötet

An der Golfküste von Florida ertrank ein 60 Jahre alter Tourist aus Deutschland. Der Unfall ereignete sich in Holmes Beach, rund 30 Kilometer südlich von St. Petersburg / Florida. Nach Angaben der Behörden herrschte eine starke Brandung, die auf den Hurrikan zurückzuführen sei. Die Wellen sollen eine Höhe zwischen einem und 1,50 Metern erreicht haben.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA rechnete damit, dass "Isidore" seinen Kurs wieder ändert, nach Norden zieht und damit wieder an Kraft gewinnt. Der Sturm werde möglicherweise auf die US-amerikanische Golfküste zusteuern, hieß es.

Auf der Insel Isla de La Juventud vor Kuba und auch auf dem Festland Kubas hatte der Sturm am Freitag große Verwüstungen angerichtet. Dächer wurden abgedeckt, Plantagen verwüstet, Wohnungen und Betriebe beschädigt und ganze Küstenbereiche von bis zu sieben Meter hohen Flutwellen unter Wasser gesetzt. Die fast 292.000 Bewohner der betroffenen Gebiete und mehr als 200.000 Stück Vieh hatten jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden können.

Quelle: ntv.de

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