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Abkühlung der Weltwirtschaft IWF-Chef Köhler sieht keinen Anlass zum Pessimismus

Die Abkühlung der Weltkonjunktur gibt keinen Anlass für großen Pessimismus. Dieser Ansicht ist der Chef des Internationalen Währungsfonds, Horst Köhler. Der Anstieg der Ölpreise, die Abkühlung der US-Konjunktur und die sich abschwächende Erholung in Japan hätten zwar das Risiko einer deutlichen Verlangsamung erhöht, so Köhler. Dennoch wäre es eine Übertreibung, sich mit Weltuntergangsszenarien zu beschäftigen, erklärte der IWF-Chef auf dem ASEM-Gipfel.

Falls nötig, gäbe es in den USA weiterhin Bewegungsfreiheit sowohl in der Geld- als auch in der Finanzpolitik, sagte der Währungshüter in Hinblick auf mögliche Zins- und Steuersenkungen.

Jedoch sollten sowohl Europa als auch Japan mehr tun, um langfristiges Wachstum zu sichern und somit das Vertrauen der Investoren in die Weltwirtschaft zu stärken, mahnte Köhler. Während in Europa besonders Renten- und Arbeitsmarktreformen von Nöten seien, sollte Japan die Restrukturierung des Industrie- und Finanzsektors vorantreiben.

Auf dem ASEM-Treffen im japanischen Kobe treffen Finanzminister aus 25 europäischen und asiatischen Staaten zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens steht die Wirtschaftslage weltweit und speziell in den USA und dem asiatischen Raum, Fragen der regionalen Zusammenarbeit, sowie der Stand der Sicherung der globalen Finanzarchitektur zur Abwehr künftiger Weltfinanzkrisen.

Zur ASEM-Gruppe gehören die 15 EU-Mitgliedsländer, die ASEAN-Staaten Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam sowie China, Korea und Japan.

Quelle: n-tv.de

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