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Premiere in Rom "Illuminati" mit Tom Hanks

Ausgerechnet im Schatten des Vatikans feiert "Angels and Demons" (deutscher Titel: "Illuminati") Weltpremiere. Zum ersten Publikumsauftritt der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers des US-Autors Dan Brown war bereits am Wochenende reichlich Hollywood-Präsenz in Rom eingetroffen.

So beehrten mit ihrer Gegenwart pünktlich zur Weltpremiere am Montagabend neben den Hauptdarstellern Tom Hanks (52) und der jungen israelischen Schauspielerin Ayelet Zurer auch Star-Regisseur Ron Howard und Dan Brown die Ewige Stadt am Tiber.

Ganz leicht hatte der Film es nicht gehabt. Die Dreharbeiten begannen wegen des Streiks der US-amerikanischen Film- und Fernseh-Autoren mit einigen Wochen Verspätung. In Rom gab es prompt Schwierigkeiten mit dem Heiligen Stuhl. So untersagte der Vatikan in letzter Minute jegliche Dreharbeiten in römischen Kirchen. "Normalerweise lesen wir uns erstmal die Drehbücher durch. Diesmal hat ein Name gereicht: Dan Brown", erklärte damals der Medienbeauftragte der Diözese der Ewigen Stadt.

Der Heilige Stuhl reagiert allergisch

Der Heilige Stuhl hatte schon 2006 anlässlich der Verfilmung des Dan-Brown-Bestsellers "The Da Vinci Code" (deutscher Titel: Sakrileg) geradezu allergisch reagiert. Kurz vor der "Illuminati"-Weltpremiere blieb es dann jedoch eigenartig still. Einzig der älteste Erzbischof Italiens protestierte.

Der Inhalt des Films und der Buchvorlage sei "hochgradig erniedrigend und verleumdend gegenüber den Werten der Kirche und für das Prestige des Heiligen Stuhls", schimpfte der 103 Jahre alte Monsignor Antonio Rosario Mennonna Bischof von Potenza. Nach Berichten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa erstattete er sogar Anzeige gegen Film und Autoren. Tom Hanks konterte dies lächelnd-locker mit einem: "Wer den Film nicht sehen möchte, soll halt nicht hingehen." Er selbst würde auch lieber auf Horror-Filme wie die Serie "Saw" verzichten. "Illuminati" kommt am 16. Mai in die deutschen Kinos.

Quelle: ntv.de