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Lebensgemeinschaften Immer mehr "allein Erzogene"

In Deutschland leben immer mehr Kinder bei allein Erziehenden oder in Lebensgemeinschaften. Bei ihnen wachsen inzwischen schon 19 Prozent der minderjährigen Kinder auf, wie das Statistische Bundesamt (DESTATIS) in Wiesbaden unter Berufung auf eine große Bevölkerungsumfrage mitteilte.

Mehr Alleinerziehende im Osten

Dies ist gegenüber 1996 ein Zuwachs um drei Prozentpunkte. Von den insgesamt 15,1 Millionen minderjährigen Kindern werden aber immer noch 81 Prozent bei ihren verheiratet zusammen lebenden Eltern groß. Dabei gibt es allerdings erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West. Im Osten der Republik wachsen den Statistikern zufolge erheblich mehr Kinder bei allein erziehenden Müttern oder Vätern auf als im Westen. Während ihr Anteil in den neuen Ländern bei 20 Prozent liegt, beträgt er in den alten Ländern nur 13 Prozent.

Klassisches "Mama, Papa, Kind" im Westen

Bei einer Lebensgemeinschaft werden vier Prozent der westdeutschen Kinder groß, aber 13 Prozent der ostdeutschen Minderjährigen. Damit lebten in den alten Bundesländern 83 Prozent der Kinder bei Ehepaaren, in den neuen Bundesländern aber lediglich 67 Prozent. Die Ergebnisse entstammen dem Mikrozensus 2001, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Quelle: n-tv.de