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Ergebniseinbruch in 2001 Infineon sieht bei Mobilfunk noch keine Trendwende

Der Vorstandschef der Siemens-Halbleiter-Tochter Infineon, Ulrich Schuhmacher, rechnet mit einer Erholung am Mobilfunk-Markt erst gegen Ende des Jahres. Dies erkärte er am Freitag gegenüber n-tv. Optimistischer sieht Schuhmacher den Markt für Speicherchips. Hier gebe es Anzeichen für eine Erholung auf den Spotmärkten Südostasiens.

Dennoch seien die im laufenden Jahr zu erwartenden Einbußen im Chip-Sektor nicht mit anderen Geschäftsfeldern zu kompensieren. Zum Ende des Geschäftsjahres 1999/2000 (30. März) betrug der Anteil des Gewinns aus der Speicher-Sparte am Gesamtergebnis vor Steuern mit 1,3 Mrd. Euro immerhin annähernd 80 Prozent. Danach seien die Preise für die Prozessoren von rund zehn auf etwa zwei Dollar eingebrochen.

Der Marktschwäche bei Speicherchips und Mobilfunk-Komponenten will der Konzern mit Einsparungen bei Kosten und Investitionen entgegnen. Infineon plant laut Finanzvorstand Peter Fischl im laufenden Jahr bis zu 700 Mio. Euro Kosten einzusparen. Zusätzlich werden Investitionen in Höhe von 500 Mio. Euro gestrichen.

Für die Sparten Kommunikation, Chipkarten und Automobilelektronik geht Infineon von steigenden Margen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2000/2001 (30. September) aus.Laut Schuhmacher ist Infineon in diesen Geschäftsfeldern sehr gut positioniert. Im Bereich Kommunikation will das Unternehmen sich in Zukunft mehr auf den Markt für drahtgebundene Kommunikation konzentrieren. In der Automobilelektronik rechnet der Vorstandsvorsitzende weiter mit einer dynamischen Entwicklung. In diesem Bereich sei Infineon heute schon weltweit die Nummer zwei und in Europa die Nummer eins.

Quelle: ntv.de

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