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Nach Rekordzahlen fallen Umsatz und Gewinn Infineon trifft die Halbleiter-Schwäche

Die rückläufige Konjunktur auf dem Halbleiter-Markt hat auch die Siemens-Tochter Infineon erreicht. Der Chip-Hersteller erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres (30. September) gegenüber dem Vorquartal einen um 30 Prozent rückläufigen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Umsatz um acht Prozent.

Trotz Preisverfalls auf dem Markt für Speicherbauelemente habe Infineon eine Bruttomarge von 40 Prozent erreicht, teilte das Unternehmen mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag - einschließlich einmaliger Sondereinnahmen - bei 446 Mio. Euro, 83 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr aber 45 Prozent weniger als im Vorquartal, als Infineon ein Rekordergebnis erzielte.

Der Halbleiterhersteller erwartet auch in einem schwierigeren Marktumfeld 2001 ein weiterhin starkes aber langsameres Wachstum. Insbesondere der PC-Markt bleibe wegen der hohen Lagerbestände der Computerhersteller schwierig. In der zweiten Jahreshälfte sieht Infineon auf dem DRAM-Markt wieder eine steigende Nachfrage.

Es gebe fundamental nichts Neues, sagte Matthias Schneck von der HypoVereinsbank. Das Ergebnis liege leicht über, der Umsatz leicht unter den Erwartungen, hieß es bei Sal. Oppenheim. Analyst Jürgen Wagner empfiehlt deshalb, die Aktie im Bestand zu reduzieren.

Quelle: n-tv.de

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