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Verdacht Insiderhandel mit MLP-Aktien vermutet

Die Staatsanwaltschaft Mannheim und das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel haben Räume der Deutsche Börse AG durchsucht. Dabei ging es um den Verdacht auf Insiderhandel mit Aktien der MLP, Marschollek, Lautenschläger und Partner gegen Unbekannt. Laut Durchsuchungsbefehl gilt die Deutsche Börse als "nicht verfahrensbeteiligter Dritter". Bei der Aktion seien Unterlagen sicher gestellt worden, die nun ausgewertet würden.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hat sich nach der Durchsuchung der Anfangsverdacht auf unzulässigen Insiderhandel vor dem Hintergrund der möglichen Aufnahme der MLP-Titel in den Deutschen Aktien Index bestätigt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte nicht sagen, wer die Anzeige gestellt habe. Die Anzeige sei bereits "vor ein paar Monaten" eingegangen.

Ein Sprecher der Deutschen Börse betonte, dass weder Organe noch Mitarbeiter der Deutschen Börse zum Kreis der Verdächtigen zählten.

Die Nachrichtenagentur vwd will aus Finanzkreisen erfahren haben, dass Mitarbeiter der Börse im Vorfeld der nicht erfolgten Aufnahme der MLP-Aktien in den DAX, in Kenntnis dieser Entscheidung, Leerverkäufe getätigt haben sollen.

In einer ersten Stellungnahme betonte ein MLP-Sprecher, dass weder gegen MLP selbst noch gegen Mitarbeiter des Unternehmens im Zusammenhang mit möglichem Insiderhandel ermittelt werde.

Quelle: ntv.de