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Sorge um Familie Jackson zahlte Schweigegeld

Popstar Michael Jackson hat erstmals öffentlich eingestanden, dass er sich das Schweigen von Leuten erkauft hat, die ihm sexuellen Missbrauch mit Kindern vorgeworfen hatten. Mit einer entsprechenden Presseerklärung, die am Samstag veröffentlicht wurde, reagierte der wegen mehrfachen sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagte Sänger auf neue Berichte über Millionenzahlungen an angebliche Sexopfer.

Er habe "vor Jahren Vereinbarungen mit gewissen Personen getroffen", erklärte Jackson, "weil ich mir Sorgen machte um meine Familie wegen des Medienrummels, den es gegeben hätte, wenn ich die Sache vor Gericht durchgekämpft hätte."

Ein früherer Ermittler hatte zuvor in einem Interview des Senders NBC erklärt, der Popstar habe 1993 an die Familie eines Zwölfjährigen zwei Millionen Dollar (heute: 1,65 Millionen Euro) gezahlt, damit dieser keine Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhebt. Die Eltern des Kindes seien auf Jacksons Ranch "Neverland" beschäftigt gewesen. Die Polizei sei damals Hinweisen auf acht bis zehn Kinder nachgegangen, die "eine gewisse Zeit mit Michael Jackson in dessen Schlafzimmer verbrachten". Sie hätten aber allesamt die Aussage verweigert oder erklärt, es sei nichts passiert.

Jackson muss sich derzeit in einem anderen Missbrauchs-Fall vor Gericht verantworten. Der Prozess soll im Januar beginnen. Der Sänger hat alle Anschuldigungen zurückgewiesen und sieht sich als Opfer einer Rufmord-Kampagne.

Quelle: ntv.de