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Das große Töten beginnt Jagdsaison in Italien

Ein Jäger auf Sizilien hat zum Auftakt der Jagdsaison seinen zwölfjährigen Sohn erschossen und sich anschließend das Leben genommen. Der tödliche Schuss habe sich bei der Kaninchenjagd in der Nähe des Ätna versehentlich gelöst, berichteten italienische Zeitungen am Sonntag. Der Junge habe zuvor eigens darum gebeten, mit seinem Vater auf die Pirsch zu gehen.

Zugleich protestierten deutsche Tierschützer erneut gegen das Jagen von Singvögeln in Italien. Nach Angaben des Bonner Komitees gegen den Vogelmord dürfen allein in Venetien bis Ende Dezember bis zu sechs Millionen Stare, 2,4 Millionen Buchfinken, 1,2 Millionen Bergfinken sowie mehr als zwölf Millionen Sperlinge geschossen werden.

Erst kürzlich sei die Vogeljagd dort durch ein neues Regionalgesetz erweitert worden. "Die Vögel werden zum politischen Kanonenfutter, mit denen sich Italiens Rechtspolitiker Wählerstimmen der Jäger sichern möchten", meint das Komitee.

Landesweit dürfen von diesem Sonntag an 715.000 italienische Vogeljäger täglich bis zu 30 Drosseln, Kiebitze, Wachteln und Turteltauben schießen. Dazu kommt in vielen Regionen die traditionelle Wilderei mit Fallen, Vogelleim oder Gewehren.

Quelle: ntv.de