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Trotz "Sex, Drugs & Rock'n Roll" Jagger wird "Sir" Mick

Paul McCartney hat ihn schon lange, Elton John sowieso und Cliff Richard auch - den hochanständigen Adelstitel eines "Sirs". Nun endlich wird ihn sogar Rolling-Stones-Chef Mick Jagger bekommen. Am kommenden Wochenende wird der bevorstehende Ritterschlag durch Königin Elisabeth offiziell bekannt gegeben, wie die "Sunday Times" berichtet.

"Seine Satanische Majestät" habe damit wesentlich länger gebraucht, um geadelt zu werden, als seine britischen Musik-Kollegen. Der Grund liegt für die Medien auf der Hand: Seine Vorliebe für "Sex, Drugs and Rock'n'Roll" habe die Ehrung bisher verhindert, hieß es.

Und so sind auch nicht alle Reaktionen freundlicher Natur. Rolling-Stones-Biograf Philip Norman bezeichnete die Ehrung als eine "Schande": Jagger habe "nie auch nur irgendetwas für dieses Land getan". Er könne sich nicht benehmen und sei nur aufs Geld aus: "Als er einmal Prinz Charles vorgestellt wurde, blieb er mit einer Hand in der Hosentasche stehen."

Ob es tatsächlich die Geldgier war oder punk-pubertäre Verweigerungsgesten - so ganz ohne den "Sir" wollte auch ein Mick Jagger nicht leben. Im vergangenen Herbst hatte der 58-Jährige gesagt, auch Mitglieder der königlichen Familie wie Prinz Charles seien erstaunt darüber, dass ihm der Adelstitel bisher vorenthalten worden sei. Die Entscheidung darüber trifft die britische Regierung.

Quelle: n-tv.de